Lehrplan und Entwicklungsphasen des Kindes

Lehrplan und Entwicklungsphasen

Der Lehrplan einer Waldorfschule und das gesamte pädagogische Wirken orientieren sich an den Erkenntnissen über die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen. Je nach Lebensalter kann man dabei verschiedene Phasen unterscheiden:

In den ersten sieben Lebensjahren
schaffen die Erzieher/innen dem kleinen Kind die Gelegenheit zum Nachahmen. Die Klassenlehrerin/der Klassenlehrer setzt dies zu Beginn der Schulzeit - im zweiten Jahrsiebt - fort und kommt damit dem Bedürfnis des Kindes nach einem reifen Vorbild, einer geliebten Autorität entgegen.

Ab der Einschulung bis zum zwölften Lebensjahr
beginnt das Kind, ein erwachsenes Bewusstsein zu entwickeln. Die vielfältigen Erzählungen im Hauptunterricht - von den Märchen, Fabeln und „sinnigen Geschichten“ der ersten Schuljahre bis zur Behandlung der großen Mythenkreise Europas - geben der sich entwickelnden inneren Vorstellungswelt des Kindes, seiner Phantasie, Nahrung. Auch der naturkundliche Unterricht gibt konkreten Beobachtungen und Bildern den Vorzug vor abstrakten Modellen.

Erst in der Oberstufe, nach der Pubertät,
verlagert sich der Schwerpunkt des pädagogischen Geschehens auf Information und die Förderung selbstständiger Urteilsbildung. Auch die abstrakte Begriffsbildung der modernen Naturwissenschaften hat nun ihren altersgemäßen Platz in der Pädagogik und im Unterricht. Der forschende Unterrichtsansatz, der auf eigenen Wahrnehmungen und Schlussfolgerungen beruht, steht allerdings weiter im Vordergrund.

Hier finden Sie die Unterrichtsinhalte der Unter-, Mittel- und Oberstufe:

Unterstufe (Klassen 1 - 4)

Mittelstufe (Klassen 5 - 8)

Oberstufe (Klassen 9 - 13)

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