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Pädagogik
Unterrichtsgestaltung
 

Unterrichtsgestaltung - Waldorfschüler lernen anders

 

Waldorfschulen haben eine besondere Methodik und einen eigenen Lehrplan*. Nicht der Lernstoff wird auf Fächer und Klassen verteilt, sondern gefragt wird, was die Schüler gemäß ihrer Entwicklungssituation benötigen – fächerübergreifend!

Bewegliches Denken wird besonders geübt. Körperliche und seelische Bewegung fördern die geistige Beweglichkeit. Das wird in allen Fächern berücksichtigt. Zusätzlich gibt es dafür sogar eigenen Unterricht, z. B. Formenzeichnen, Projektive Geometrie und Eurythmie.

Beobachtung und Eigenaktivität als Grundlage der Erkenntnis stehen im Mittelpunkt des naturwissenschaftlichen Unterrichts. Die Phänomene sollen zunächst mit allen Sinnen erfasst werden, bevor eigene Erklärungen gesucht werden.

Ruhephasen sind für den Lernprozess wichtig. Der Unterricht wird daher möglichst in drei Schritte gegliedert: Tun – Betrachten – Erklären. In den dazwischen liegenden Nächten kann das Gelernte „absinken“ und besser verarbeitet werden. Der Unterricht in mehrwöchigen Epochen gründet auf diesem Zusammenhang.

Das rhythmische Prinzip, der Wechsel zwischen Aktivität und Ruhephase, gilt für jeden Schultag und auch für die einzelne Unterrichtsstunde. Unter beständigen Lebensbedingungen kann dieses Unterrichtsprinzip seine Wirkung, das Lernen lebendiger zu gestalten, am besten entfalten. Daher begleitet ein Klassenlehrer seine Klasse nach Möglichkeit acht Jahre lang.

 


* bis zur gymnasialen Oberstufe für alle Lehrinhalte; danach für Fächer,
  die zusätzlich in den Oberstufenklassen der Waldorfschule gelehrt werden.