Zwischen Waljagd und Lebensfragen: Achtklässler der Freien Waldorfschule Oberursel bringen „Moby Dick oder die Qual der Wahl“ auf die Bühne.
Mit viel Mut, Kreativität und beeindruckendem Engagement haben alle Schülerinnen und Schüler der Klasse 8a. der Freien Waldorfschule Oberursel ihr diesjähriges Klassenspiel auf die Bühne gebracht. Unter dem Titel „Moby Dick oder die Qual der Wahl“ entstand eine eigenwillige und zugleich tiefgründige Inszenierung, die das bekannte Werk Moby-Dick von Herman Melville auf überraschende Weise neu interpretiert.
Im Zentrum des Stücks steht nicht nur die berühmte Jagd nach dem weißen Wal, sondern vor allem die Frage nach Entscheidungen: Was treibt Menschen an? Wie gehen wir mit Zweifeln um? Und welchen Preis hat es, sich festzulegen? Die jungen Darstellerinnen und Darsteller greifen diese Themen auf und verbinden sie mit eigenen Erfahrungen aus ihrem Alltag.
Die Inszenierung wechselt geschickt zwischen klassischen Szenen auf hoher See und modernen Momenten, in denen die Figuren mit ganz alltäglichen „Qualen der Wahl“ konfrontiert sind – sei es bei Freundschaften, Zukunftsplänen oder persönlichen Überzeugungen. Gerade dieser Wechsel macht das Stück lebendig und für das Publikum besonders greifbar.
Beeindruckend ist dabei die Vielseitigkeit der Klasse: Neben schauspielerischen Leistungen überzeugte das wunderbar selbstgestaltete Bühnenbild, musikalische Beiträge und kreative Kostüme. Die Aufführung zeigt, wie intensiv sich alle Schülerinnen und Schüler der Klasse 8 a im Laufe der 4-wöchigen Theaterepoche mit dem Stoff auseinandergesetzt haben.
Das 8.-Klassspiel gilt traditionell als Höhepunkt der Mittelstufe an Waldorfschulen.
Es fordert Teamarbeit, Durchhaltevermögen und die Bereitschaft, über sich hinauszuwachsen. Genau das wurde an diesem Abend deutlich: Alle Jugendlichen standen mit sichtbarer Freude und wachsendem Selbstvertrauen auf der Bühne und wurden am Ende mit langanhaltendem Applaus belohnt.
Ein Abend, der nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt – über große literarische Motive ebenso wie über die eigenen Entscheidungen im Leben.
Die Kraft des Satzes „Ich möchte lieber nicht“ wurde dabei besonders deutlich.
TAFELTALK – der Podcast. Wie hat sich der Fremdsprachenunterricht in der Mittel- und Oberstufe durch „Künstliche Intelligenz“ verändert?
Die Zeiten, in denen man als Hausaufgabe aufgegeben hat, einen Text zu übersetzen, sind vorbei; das erledigt ChatGPT. Wie gehen Lehrkräfte an hessischen Waldorfschulen mit dieser Thematik um? Welche Strategien werden entwickelt, um einerseits das analoge Lernen weiterhin zu fördern, andererseits aber mit den SchülerInnen auch die neuen Techniken zu nutzen?
In dieser Folge TafelTalk – der Podcast erzählt Summet Anand, Englischlehrerin an der Freien Waldorfschule Oberursel, wie sie KI nutzt, wann und wie die SchülerInnen damit arbeiten und wie das Thema im Kollegium und in der Elternschaft behandelt wird.
Zur aktuellen Folge geht´s: hier
Mit einem unglaublichen Notenschnitt von 1,99 in den Abiturprüfungen (neunmal eine Eins vor dem Komma, einmal die Traumnote 1,0) haben alle 16 Schülerinnen und Schüler der Abiturklasse ihre Schulzeit erfolgreich beendet.
Den Schlusspunkt setze eine großartige und auch emotionale Feier auf dem Schulhof bei sommerlichem Wetter. Die glücklichen Abiturient*innen, ihre Familien und die Lehrkräfte der Schule genossen diesen besonderen Moment bei leckerem Essen, wunderbarer Musik und mehreren Reden, die spannende und witzige Rückblicke auf 13 Jahre Schulzeit gaben.
Schließlich ließ noch die Band „Gastone“ den Schulhof wackeln und viele der Anwesenden bis zum späten Abend das Tanzbein schwingen.
Die zehnte Klasse ist zurück von ihrem zweiwöchigen Feldmesspraktikum!
Das gemeinsame Vermessen und Kartieren eines Gebietes gehört zum Lehrplan der Waldorfschulen. Es verbindet praktische Arbeit mit mathematischem, physikalischem und geographischem Lernen.
So können die Jugendlichen einen Bezug zur Erde entwickeln, sozusagen „Erdenreife“ erlangen, und in der praktischen und ganz handgreiflichen Anwendung das Verständnis für theoretische Inhalte stärken.
Objektivität, Genauigkeit und Geduld lernen die Schüler*innen hier ebenso wie Verantwortung und Teamgeist. Die Ergebnisse sind immer wieder beeindruckend, worauf die jungen Leute auch mit Recht stolz sind.
Und so trägt das Feldmesspraktikum dazu bei, die Jugendlichen ganzheitlich auf das Leben vorzubereiten.
Die Freie Waldorfschule Oberursel schließt sich dem Aufruf des Bundesvorstandes an:
"Aufruf: Waldorfschulen für eine vielfältige, inklusive und demokratische Gesellschaft
– gegen jegliche Form von Diskriminierung, gegen Antisemitismus und politischen Extremismus
Unsere Haltung ist eindeutig: Freie Waldorfschulen sehen „als Schulen ohne Auslese, Sonderung und Diskriminierung ihrer Schüler:innen alle Menschen als frei und gleich an Würde und Rechten an, unabhängig von ethnischer Zugehörigkeit, nationaler oder sozialer Herkunft, Geschlecht, Sprache, Weltanschauung oder Religion.“ (Stuttgarter Erklärung 2007/2020[1])
Damit treten wir ein für die im Grundgesetz verfassten Grundrechte jedes Menschen und wenden uns gegen rassistische Diskriminierung, Antisemitismus und jegliche Formen von Diskriminierung. Als internationale Waldorfschulbewegung ist uns die Gleichwertigkeit aller Menschen wichtig. In Partnerschaft mit Waldorfschulen weltweit treten wir aktiv für die Menschenrechte ein. ..."
Den vollständigen Text finden Sie hier
Sie möchten sich beruflich weiterentwickeln? Sie kennen Menschen, die für die Arbeit mit Schülerinnen und Schülern wie geschaffen sind?
Das Seminar für Waldorfpädagogik in Frankfurt bietet eine fundierte Grundlagenausbildung berufsbegleitend innerhalb von 2 Jahren an. Wir geben praktische Hilfestellung in der Einarbeitungsphase. Wir begleiten Menschen individuell auf ihrem Weg zu einer Lehrkraft an einer Waldorfschule.
Bei Interesse oder Fragen erkundigen Sie sich bitte auf der Homepage oder unter 0176/ 476 46 937.
Hausi´s Finest ist ein Projekt der Waldorfschule Oberursel unter der Leitung des Hausmeisters Stefan Bender.
℗ 2019 GastoneMusic
Kürzlich konnte sich unsere Schule dank zahlreicher Sponsoren ein weiteres benötigtes Schulauto anschaffen.
Die Autos transportieren unterschiedlichste und auch sperrige Requisiten für Klassenspiele, Monatsfeiern und andere Veranstaltungen war die Schule bisher immer auf Privatautos der Lehrer und Eltern angewiesen. Und auch für Lehrer, die ihre Schüler/innen auf zum Teil weit entfernten Praktikumsplätzen besuchen.
Die Freie Waldorfschule Oberursel e.V. bedankt sich bei den Firmen, durch deren Unterstützung die Anschaffung dieser Fahrzeuge ermöglicht wurde.